Räuchern

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Ein schönes Stück geräucherter Schinken ist nicht nur für den Gaumen eine Freude, sondern stellt auch die höchste Art der Veredelung dar. Ich selbst bin erst richtig auf den Geschmack gekommen, als ich anfing meinen Schinken selbst zu räuchern. Den Schinken aus dem Supermarkt kann sich hier nicht einreihen, denn dieser hat nur sehr wenig gemeinsam mit selbstgeräuchertem Schinken aus dem eigenen Räucherofen zu tun.
Schinken räuchern ist dabei gar nicht so schwierig und aufwendig wie viele denken. In diesem Artikel werde ich genauer beschreiben, auf welche Weise ich schon seit vielen Versuchen meinen Schinken selbst veredle und worauf man dabei am besten achten sollte.
Das wichtigste ist jedoch Geduld
Kalträuchern, Warmräuchern & Heißräuchern
Das Räuchern von Fischen und Fleisch im eigenen Räucherofen erfreut sich heutzutage einer immer größeren Beliebtheit.  Im Wesentlichen unterscheidet man hier drei verschiedene Räuchermethoden, die je nach dem um welches Räuchergut es sich handelt, zum Einsatz kommen.
Im Folgenden werde ich diese drei Methoden vorstellen und jeweils ein paar Tipps geben für welche Lebensmittel sie sich am besten eignen.
Methode 1: Das Kalträuchern
Um Lebensmittel länger haltbar zu machen, verwendet man am besten das Räuchern mit Kaltrauch. Dies ist vor allem bei Schinken, Wurst oder Räucherlachs wichtig, da sie dadurch auch nach Wochen noch verzehrbar sind. In der Regel sollten die Temperaturen im Räucherofen nicht über 25°C liegen. Empfehlenswert sind Temperaturen zwischen 15 bis 25°C.
Das Kalträuchern ist aufgrund der geringen Temperaturen ein längerer Vorgang, der häufig mehrere Tage bis Wochen andauert. Die Räucherdauer ist natürlich auch von der Dicke des jeweiligen Fleisches abhängig. Dünne Würstchen sind auch schon nach wenigen Stunden fertiggeräuchert. Der Vorteil des Kalträucherns liegt in der schonenden Zubereitung aufgrund der niedrigen Temperaturen, weil dadurch wichtige Nährstoffe enthalten bleiben, die bei industriell gefertigten Nahrungsmittel oftmals verloren gegangen sind.
Methode 2: Das Warmräuchern
Einer der Hauptunterschiede zum Kalträuchern liegt in der Wärmeerzeugung. Denn hierfür ist eine zusätzliche Wärmequelle nötig, um in der Garkammer die richtige Temperatur zu erreichen. Gerne werden Brenner oder auch elektrische Heizschlangen verwendet.

Natürlich ist diese Heizquelle nur als Zusatz neben dem eigentlichen Räuchervorgang anzusehen. Auch hier kann man mittels unterschiedlichen Hölzern einen schönen Rauchgeschmack bekommen. Die Temperaturen während des Warmräucherns im Räucherofen liegen im Normalfall zwischen 30 bis 50°C, wobei die Garzeiten wegen der höheren Temperatur auch deutlich kürzer werden.

Zu beachten ist jedoch, dass man warmgeräucherte Lebensmittel innerhalb von wenigen Wochen verzehren sollte. Ein Klassiker dieser Methode ist der traditionelle Kassler.
Methode 3: Das Heißräuchern
Diese Vorgangsweise ist die zeitsparenste, der drei Methoden, weil sie mit der höchsten Temperatur arbeitet. Normalerweise liegt diese zwischen 60 bis 120°C. Die durchschnittliche Garzeit liegt dabei in der Regel deutlich unter drei Stunden und eignet sich somit auch für Gartenfeste. Wichtig ist jedoch, dass die auf diese Weise zubereiteten Nahrungsmittel innerhalb von wenigen Tagen verzehrt werden sollten.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass frisch geräucherte Lebensmittel am besten noch am selben Tag verbraucht werden sollten, da sie mit der Zeit immer mehr Geschmack verlieren. Bei über 60°C gerinnt das Eiweiß und somit wird bei dieser Räucherart nicht geräuchert sondern eigentlich gegart.

Ebenso wie beim Warmräuchern benutzt man neben dem Verbrennen des Räuchermaterials noch eine externe Heizquelle. Sehr gut eignet sich das Heißräuchern auch für die Herstellung von Beilagen wie zum Beispiel Kartoffeln oder Gemüse.

Bei denen in diesem Artikel aufgelisteten Räucherzeiten ist zu beachten, dass es sich dabei um Richtwerte handelt, die je nach Größe des Fisches oder Fleisches abweichen können.
Wichtig ist es beim Räuchern selbst Erfahrungen zu sammeln, da die Vorgehensweise auch von dem benutzten Räucherofen abhängt. Meine Kenntnisse und Erfahrungen habe ich unter anderem durch das unten aufgeführte Buch gesammelt. Sehr zu empfehlen.
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